zum Inhalt. Hilfe


Hilfsnavigation




Anleser & Infos


Inhalt

Tafel 7 - Kriegsereignisse

 

Wie viele Orte wurde auch die Stadt Uedem zwischen dem 15.und 18. Jahrhundert wiederholt von Seuchen, Bränden und Kriegen heimgesucht.

Während des Geldrischen Erbfolgestreits (1466 – 1469) überfielen Soldaten der benachbarten geldrischen Stadt Goch den Ort und plünderten ihn.

Im Zuge des 80-jährigen Unabhängigkeitskrieges der Niederländer gegen die Spanier (1568 – 1648) erfuhr der linksrheinische Teil des Herzogtums Kleve schlimme Verwüstungen, wobei der Raum Uedem unter marodierenden Söldnerheeren litt. Diese überwanden im Jahr 1604 die Stadtbefestigung am Viehtor und an der Schlüterei und plünderten die Stadt drei Tage lang aus.

Als im Jahr 1635 der kaiserliche Feldherr Octavio Piccolomini mit seinen berüchtigten Regimentern den Niederrhein besetzte, errichtete er auch ein Feldlager vor Uedem. Wenig später brach die Pest aus, die viele Opfer forderte.

Zweiter Weltkrieg

Während der Ort den Ersten Weltkrieg unbeschadet überstand, wurde er am Ende des Zweiten Weltkriegs Kampfschauplatz. Erst im Zuge der letzten Kriegskämpfe im Februar 1945, die im hiesigen Raum zu den schwersten des ganzen Krieges gehörten, wurden die Orte Uedem und Keppeln durch schwere Bombenangriffe, langanhaltendes Artilleriefeuer und tagelange Kämpfe zu 85% zerstört. Kanadischen Panzerverbänden gelang es nur unter hohen Verlusten, die deutschen Verteidigungsstellungen im Raum Uedem und dem Hochwald im Zuge der Operation „Blockbuster“ zu durchbrechen. Die Panzergefechte in der Keppelner Bauernschaft Totenhügel gehörten dabei zu den schwersten an der damaligen Westfront.

Die Kriegerehrenstätte

Heute erinnert ein 1986 von dem Bildhauer Heinz Hölker gestaltetes Mahnmal an die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege sowie an alle Opfer von Krieg und Gewalt. Der Kranz aus Waffen wird für den religiösen Christen zur Dornenkrone. Die Kreuze scheinen im Kreisrund ihrer Querbalken jene Geborgenheit zu symbolisieren, aus der der Tod die Opfer von Krieg und Gewalt herausriss. Im oberen Bereich fügen sich die Kreuze zu einer Krone zusammen, die der Künstler als Zeichen der Vollendung und Erfüllung des Lebens im Tod verstanden wissen will - aber auch als ein Symbol der Verpflichtung, ständig für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt zu wirken.

Zum Herunterladen